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Unfallversicherung für Ledige

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis)  unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Für dauerhafte Beeinträchtigungen gibt es die Unfallversicherung gegen Invalidität und auf Wunsch den Einschluss für Unfalltod.

 

Zielgruppe:                            alle

Schadenpotenzial:              Invalidität                  500.000 € - 1.000.000 €
                                               Unfalltod                   100.000 € - 300.000 €

Priorität:                               Invalidität                 hoch
                                                Unfalltod                   hoch
                                                                                   (besser: Abschluss einer Risiko-  
                                                                                        Lebensversicherung)

Die Unfallversicherung ist für schwere Unfälle mit Dauerfolgen gedacht. Auch kaufmännisch tätige Arbeitnehmer/innen haben ein gewisses Risiko während Ihrer Arbeit, in der Freizeit und insbesondere zu Hause.

Die Leistung des Versicherers sollte bei 100% Invaliditätsgrad 500.000 € oder mehr betragen. (Hinweis: Eine Leistung von 500.000 € entspricht einer lebenslangen Rente von ca. 2.000 € im Monat)

Da der Beitrag für eine angemessene  Unfallversicherung erschwinglich ist, sollte sie abgeschlossen werden.

Besonders wichtig ist sie für Menschen mit Freude am Motorradfahren und/oder an gefährlichen Hobbies, weil für sie eine erhöhte Schadeneintrittswahrscheinlichkeit gilt.

Insbesondere Ledige mit Kindern sollten einen ausreichenden finanziellen Schutz haben, damit die Kinder im Schadenfall nicht unter einer zusätzlichen finanziellen Last leiden müssen.

Menschen mit einer handwerklichen Tätigkeit haben aufgrund ihrer Arbeit eine erhöhte Schadeneintrittswahrscheinlichkeit und damit eine erhöhten Beitrag.

Da der Beitrag für eine angemessene  Unfallversicherung selbst für handwerklich tätige Arbeitnehmer/innen erschwinglich ist, ist sie hoch zu priorisieren.

 

Tipps

  • Wenn es um die Absicherung von Großschäden geht, sollte die maximale Leistung nicht unter 500.000 € liegen, besser wäre eine Leistung von 1.000.000 €. Dabei ist es aus Preisgründen zweckmäßig, eine Progression von 500  zu wählen. Dann reicht bei einer maximalen Leistung von 500.000 € eine Versicherungssumme von 100.000 € aus.

 

  • Wenn der Versicherungsanbieter eine Mehrleistung anbietet, ist dies zu empfehlen. Es ist bereits gut, wenn ab 90 % Invalidität die maximale Leistung erbracht wird. Unfallversicherungen, die bereits ab 50 % die volle Leistung erbringen, sind noch besser.

 

  • Alle Versicherungen in Deutschland sind als Anbieter zu empfehlen. Da die Definition eines Unfalls überall gleich ist, kommt es auf das Bedingungswerk bei Vergleich von Angeboten weniger an als auf den Beitrag. Es sollte der preiswerteste Anbieter genommen werden.

 

  • Aus Preis/Leistungs-Überlegungen ist bei den meisten Anbietern das „mittlere“ Bedingungskonzept die passende Wahl.

 

  • Die Gliedertaxe ist besonders bei Berufen wichtig, bei denen es auf die einzelnen Glieder, seien es Finger, Hände, Arme, Füße oder Beine ankommt. Dann sollte die Gliedertaxe speziell gewählt werden, weil sie bestimmt, bei welcher dauerhaften Einbuße von Gliedern welcher Invaliditätsgrad angenommen wird. Bei einem Pianisten z.B.  sollten die Finger bei Unfallfolgen mit einem besonders hohen Invaliditätsgrad versehen werden.

 

  •  Mit Blick auf die Absicherung von Großschäden kann eine Franchise zur Preissenkung vereinbart werden. Sie sollte aber nicht über 20 % liegen.

 

  • Es ist darauf zu achten, dass ein provisionsfreier Tarif angeboten wird. Die Beiträge bei einem sogenannten „Netto-Tarif“ (ohne Provision) sind in jedem Jahr der Laufzeit um 30 % - 40 % günstiger.

 

  • Da die Unfalltod-Zusatzversicherung nur eine Ausschnittsdeckung ist, sollte hierauf verzichtet werden und stattdessen besser eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen werden. Dort ist die Ursache für den Tod nicht an einen Unfall geknüpft.

 

 

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