Rechtsschutzversicherung: damit aus Recht Gerechtigkeit wird!

Recht und Gerechtigkeit sind zwei verschiedene Dinge. Man kann Gerechtigkeit verlangen, bekommt aber aufgrund des Vorgehens des Mächtigeren/Reicheren und deren Anwälte keine Entschädigung oder nur einen schlechten Vergleich. Der Grund liegt darin, dass der Reichere durch alle Instanzen einen Rechtsstreit ziehen kann. Dies kann viele Jahre dauern und kostet an Rechtsanwalt- und Gerichtsgebühren bei einem entsprechenden Streitwert schnell mehr als 100.000 €. Wer nicht in der Lage oder willens ist, diese Kosten vorzulegen oder Jahre auf einen Entscheid zu warten, wird  mit einem faulen Vergleich „über den Tisch gezogen“.

Wohl dem, der eine Rechtsschutzversicherung hat. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt zumindest alle Rechtsanwalt- und Gerichtskosten für versicherte Streitfälle, wenn der Prozess verloren oder ein Vergleich gefunden wird:

  • Privat-Rechtsschutz für die ganze Familie
  • ·Verkehrs-Rechtsschutz für alle privaten Fahrzeuge
  • Haus- und Wohnungs-Rechtsschutz für Ihre privat genutzte Immobilie
  • Berufs-Rechtsschutz für Streitigkeiten mit Ihrem Arbeitgeber

Der Baustein Berufs-Rechtsschutz gilt nur für Arbeitnehmer, bei Selbstständigen, Rentnern oder Studenten kann dieser Baustein wegfallen.

Darüber hinaus bietet der Rechtsschutzversicherer Hilfe über eine Hotline zur Einschätzung des Sachverhaltes im Vorfeld des Rechtsstreits, zur Frage der Kostenübernahme und bei der Suche nach einem qualifizierten Fachanwalt.

Es geht nicht nur um selbst gewollte Streitigkeiten, sondern auch um Fälle, bei denen der Gegner den Rechtsstreit angestrebt hat.

Zielgruppe:                                        alle

Schadenpotenzial:                                                     100.000 €

Priorität:                                                                   mittel bis hoch

 

Je nach Dauer des Verfahrens über mehrere Instanzen und Höhe des Streitwertes können für Privatpersonen die Rechtsverfolgungskosten insgesamt eine Höhe von 100.000 € erreichen.

Tipps:

  • Alle versicherbaren Bausteine (Vollkombination) sind wichtig. Es sollte nicht nur der Verkehr-Rechtsschutz für die Fahrzeuge versichert werden. Bei Selbstständigen, Rentner sowie Studenten ist aber der Baustein „Berufs-Rechtsschutz für Streitigkeiten mit Ihrem Arbeitgeber“ nicht erforderlich.


  • Die nicht versicherbaren Streitfälle sind zu beachten. So sind z.B. Erbstreitigkeiten, Scheidungsfälle oder Vertragsstreitigkeiten häufig nicht Teil des Deckungsumfangs.


  • Der Rechtsschutz-Versicherer sollte über eine Hotline verfügen, die vorab den Sachverhalt durch qualifizierte Anwälte telefonisch analysieren und Hilfe bei der Auswahl geeigneter Fachanwälte für die Begleitung des Rechtsstreits geben kann.


  • Es ist ratsam, mit dem Rechtsschutz-Versicherer vor Beginn der Rechtsstreitigkeit die Kostenübernahme zu klären.


  • Eine Selbstbeteiligung ist üblich und reduziert den Beitrag. 250 € pro Rechtsstreit ist angemessen.


  • Die Preisunterschiede sind hoch, obwohl sich die Versicherungsbedingungen in den einzelnen Bausteinen nicht wesentlich unterscheiden. Insofern lohnt es sich, die Angebote zu vergleichen. Beim Preisvergleich ist aber zu beachten, dass folgende Inhalte übereinstimmen:

          Versicherte Bausteine
    Höhe der Selbstbeteiligung
    Vertragsdauer (einjährig oder mehrjährig)
    Servicekomponenten, z.B. Hotline mit qualifizierten Ansprechpartnern.

 

  •  Die Provision des Versicherungsvermittlers beträgt um die 30 % des Beitrags pro Jahr. Es gibt Online-Angebote im Markt, deren Beiträge ohne Provision kalkuliert werden.


 

 

 

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