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Freiwillige Feuerwehr: Private Unfallversicherung

Wenn es bei einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr zu einem schweren Unfall oder Tod kommt, sind die über 1,2 Mio. Ehrenamtlichen in Deutschland über die Gesetzliche Unfallversicherung versichert.

Zur Beurteilung der Leistungen der GUV mit und ohne der neuen zusätzlichen Unfallversicherung werden 3 Fälle besprochen:

     

     1.      Fall:

Ein 25jähriger Elektroinstallateur-Geselle, verheiratet, ohne Kinder, wird durch einen Einsatz querschnittsgelähmt. Sein Jahresgehalt beträgt brutto 24.000 €.

Die monatliche Rente von der GUV beträgt zu Beginn ca. 1.700 €.

Der Invaliditätsgrad liegt bei 100 %. Dies führt zu einer lebenslänglichen Rente aus der privaten Unfallversicherung von monatlich ca. 2.000 €. Zusammen mit der Rente des GUV erhält der verheiratete Geselle dann eine Rente von ca. 3.700 €; insgesamt mehr als das Doppelte der Leistungen von der GUV.

Wenn der Verunglückte die Rente aus der privaten Unfallversicherung entsprechend seinem bisherigen Geldbedarf von 2.000 € auf 1.000 € reduziert und damit eine Gesamtrentenleistung von 2.700 € monatlich hätte, bleibt ihm noch eine Kapitalleistung aus der zusätzlichen Unfallversicherung von ca. 250.000 €. Hiermit kann er für sich und seine Frau eine bedarfsgerechte Wohnung kaufen, die der Familie das Leben deutlich erleichtern würde.

     

     2.      Fall:

Ein 30jähriger Dachdecker-Geselle, verheiratet, 1 Kind, verliert bei einem Einsatz sein rechtes Bein. Sein Jahresgehalt beträgt brutto 28.000 €.

Die Rente von der GUV beträgt bei einer dauerhaften Erwerbsminderung von 70 % monatlich zu Beginn ca. 1.100 €.

Ob er eine neue Beschäftigung in einem anderen Beruf finden wird, bleibt offen.

Der Invaliditätsgrad liegt bei 70 %. Dies führt zu einer lebenslänglichen Rente aus der privaten Unfallversicherung von monatlich ca. 1.000 €. Zusammen mit der Rente des GUV erhält der verheiratete Dachdecker mit 1 Kind dann eine Rente von ca. 2.100 €; insgesamt knapp das Doppelte der Leistungen der GUV.

     

     3.      Fall:

Ein 35jähriger Sanitär- und Heizungsinstallateur-Meister, verheiratet, 1 Kind,    1 Haus mit einer Hypothek von 100.000 € und einem Jahresgehalt von 34.000 € wird bei einem Einsatz tödlich verletzt.

Die GUV zahlt ein einmaliges Sterbegeld von ca. 5.000 € und eine Rente von etwa:

Große Witwenrente                                                                           1.200 €

Waisenrente für 1 Kind                                                                        600 €

insgesamt                                                                                          1.800 €           

Der Bedarf der 2köpfigen Familie liegt deutlich höher, um die Verpflichtungen aus der Hypothek nach zu kommen und den Lebensstandard halten zu können.

Die Kapitalleistung der privaten Unfallversicherung beträgt 100.000 €. Damit kann die Hypothek auf das Haus abgelöst werden. Zusammen mit der Rente des DGUV kann dann die 2köpfige Familie ihren Lebensstandard durch mietfreies Wohnen in der eigenen unbelasteten Immobilie aufrechterhalten.

Zu den Leistungen aus der gesetzliche Unfallversicherung gibt es in einzelnen Regionen eine Zusatzversicherung, meist über kommunale Versicherer, mit einer geringen max. Leistung von meist weniger als 150.000 €. Der Schutz ist aber - mit und besonders ohne die Zusatzversicherung - insbesondere für junge Menschen zu Beginn ihrer Laufbahn  und mit Blick auf das verbleibende Leben deutlich unzureichend.

Deswegen ist eine zusätzliche private Unfallversicherung, zumindest für die Dauer der Tätigkeiten im Auftrag der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr empfehlenswert. Für Invalidität sollte eine maximale Leistung nicht unter 500.000 € und für den Todesfall mindestens 100.000 € zur Verfügung stehen.

Es gibt hierfür im Markt Versicherungsangebote, die mit einer Jahresprämie von knapp unter 20 € beginnen. Eine sinnvolle Lösung für die Freiwilligen mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis.

Diese Versicherung eignet sich auch gut für ein Weihnachtsgeschenk für Verwandte, Freunde oder gute Bekannte, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich engagieren.

 

 

 

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